Dienstag, 19. Oktober 2010

ernst.


es stimmt. was man immer mal wieder liest. "manchmal kommt es schneller als man denkt".
und man solle doch die schönen momente, die man hat, genießen.
ja. so nun auch in meinem leben. aber es ist nichts schönes.
erst mühsam aus dem eigenen sinnkrisensumpf heraus gekämpft. dann der nächste mist.
und da ich mir gerade nicht besser zu helfen weiß, außer es nieder zu schreiben, in der hoffnung irgendjemand hat einen rat, tue ich dies.
mein opa hatte vor 1,5 wochen einen unfall. er ist mehrfach gestürtzt. krankenhaus. hirnblutungen festgestellt. hellikopter. unfallkrankenhaus. dann die nachricht vor ein paar tagen, er könne sich nicht mehr selber rasieren, trägt windel und braucht nun einen rollator.
die hoffnung, dass er wieder wird, war noch da.
dann heute mehrere längere gespräche mit ärzten und sozialarbeiter.
mein opa hat morbus binswanger.
wirklich schlau wird man im netz nicht. auf der einen seite heißt es, es sei eine seltene form von alzheimer. auf der anderen die häufigste art von demenz.
so oder so. heim ist in seinem vorgeschrittenen zustand unumgänglich.
ja, ich weiß, das gehört zum leben dazu.
aber warum tut es dann so verdammt weh?

Kommentare:

  1. Ach Mensch, ich bin gerade zufällig hier gelandet. Das ist sehr traurig. Mein Vater hatte auch eine Demenz zusammen mit ALS. Als wäre eins allein nicht schon schlimm genug gewesen. Es war eine sehr traurige und kraftraubende Zeit.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und alles Gute. Seid einfach viel bei ihm. Und genießt die Zeit die noch bleibt so gut es geht.

    "Vielleicht gibt es schönere Zeiten; aber ... diese ist die unsere." (Jean-Paul Sartre)

    Alles Liebe
    Anne

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  2. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  3. liebe anne.
    vielen dank für dein kommentar.
    es ist keine schöne zeit, ja. ganz besonders nicht für meine oma. die zwei kennen sich ja so gut wie ihr ganzes leben. aber sie ist eine wirklich starke frau. das beeindruckt mich schon sehr.
    ich selber habe leider bis jetzt immernoch nicht den mut, meinen opa im krankenhaus zu besuchen. da ich, wie geschrieben, noch mit mir selber zu tun habe. meine oma kann das auch sehr gut verstehen. aber es ist leider auch so, dass es mit meinem opa knall auf fall vorbei sein kann. deswegen bin ich auch im zwiespalt mit mir selber. schwierig.
    denke, weihnachten wird eine sehr harte zeit.
    aber mit meinem vater rede ich da recht viel drüber. es ist ja schließlich sein papa.
    nun denn.

    noch mal danke für deine worte.

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